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Die Hausnummern von Wien

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Die Hausnummern von Wien

Klein und unscheinbar hat sie sich an die Häuser festgemacht: Die Hausnummer. Sie scheint keine Geschichte zu haben, so selbstverständlich, so alltäglich ist sie für uns geworden; dabei wurde sie nicht etwa eingeführt, um den in der Stadt lebenden Menschen oder Fremden die Orientierung zu erleichtern, sondern um gemeinsam mit einer Volkszählung – der „Seelenkonskription“ – ein neues Rekrutierungssystem vorzubereiten. Manche der damals vergebenen „Konskriptionsnummern“ sind heute noch an den Wänden der Häuser sichtbar; die Flanerie stellt einige davon vor und liefert zugleich Einblicke in die Geschichte vergangener und gegenwärtiger Ordnungssysteme, wobei über Wien hinaus Seitenblicke auf Hausnummernsysteme anderer Städte und Länder geworfen werden

Der Weg der Hausnummern durch die Leopoldstadt

1770/71 wurden auch in der Wiener Leopoldstadt, dem heutigen 2. Wiener Gemeindebezirk die Häuser nummeriert, die Nummer 1 bekam ein Haus unmittelbar bei der „Schlagbrücke“ am Donaukanal, darauf schlängelte sich die fortlaufende Reihe der Nummern durch die teils sehr verwinkelten Gassen des früher auch als „Unteren Werd“ bekannten Vorstadt. Das Video verfolgt diesen Weg bis zur höchsten vergebenen Nummer, der Historiker Anton Tantner kommentiert und weist auf ausgewählte Hausnummern hin. Es handelt sich dabei um eine „Bonusflanerie“ zu einer ebenfalls online abgehaltenen Flanerie zu den „Hausnummern von Wien“.

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Unterwegs – Schreiben auf Schienen

Im letzten Jahrhundert begann im Norden Italiens ein seltsames Rennen ohne Ring: Eine Olivetti-Schreibmaschine und eine Eisenbahn treten auf offener Strecke gegeneinander an. In der vorläufig letzten Lese- und Lötbühne folgen die Autorinnen beiden, von diesem Bild ausgehenden Spuren – der des Reisens und des Schreibens. Es geht um Vagabondage am Boulevard, Fluchtvehikel und Mieten-Krieg, wechselnde Wohnsitze und die große Freiheit, sich in einem Zimmer für sich allein vom Unterwegssein auszuruhen. Aufzeichnung vom 20. April 2022 aus dem Irma-Schwager-Park 1020, Obere Augartenstraße 16. Mit Wort- und Textbeiträgen über das Leben zwischen Stationen der AUGUSTIN-Autor*innen Lisa Bolyos, Bärbel Danneberg, Barbara Eder und Ruth Weismann. Moderation: Rainer Krispel

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Sonic Fictions – Clara Rockmore 111

111 – diese redundante Reihung aus dem Binäraddierer nahmen wir zum Anlass für ein soziales Ereignis: Am 9.3.2022 wäre die erste Thereministin der Welt so alt geworden. 1911 als Clara Reisenberg im litauischen Vilnius geboren, entwickelte Clara Rockmore gemeinsam mit dem sowjetischen Physiker Leon Theremin eines der ersten elektronischen Musikinstrumente; wenn sie es zu spielen pflegte, schien eine ätherische Geige zu erklingen. Mit selbst- und fremdgebauten Imitationen wollen wir die historischen Schaltkreise im Dahinter noch einmal in Schwingungen versetzen – mit Worten, Tönen und künstlerischen Beiträgen von Barbara Eder (Autorin), Herbert Gnauer (Ganzkörpertheremin), David Scheßl & Danny Nedkova (Künstler*innen) und Pamelia Stickney (Musikerin).

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Online Flanerie

Aufzeichnung einer Online-Flanerie mit Anton Tantner vom Mittwoch 24.11.2021. Der Wiener Donaukanal und seine Uferanlagen haben in den letzten Jahrzehnten eine steile Karriere gemacht: Von einem als gefährlich und hässlich wahrgenommenen Angstraum, der vorwiegend der Entsorgung von Unrat und als Rückzugsort renitenter Jugendlichen sowie Obdachloser diente, entwickelte er sich zu einem beliebten Freizeitgebiet, dessen von Konsumzwang freie Verweilzonen immer wieder gegen Begehrlichkeiten nach der Ausweitung der Gastronomiezonen verteidigt werden müssen.

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Automatic for the People – Automaten-Lesung und -Eröffnung

„Automatic for the People“ – dieser Wahlspruch aus Weaver D’s kleinem afro-amerikanischem Soulfood-Restaurant war titelgebend für REMs gleichnamiges Studioalbum; das Labor Alltagskultur nimmt ihn zum Anlass für die Eröffnung eines restaurierten Münzautomaten, der gegen Einwurf von 2€ kleine Dinge unter die Menschen bringt – nicht ohne Blick auf die populäre Kultur der „Automatie“.
Gemeinsam mit der KunstSchule Wien und dem Comicverlag Takotoka luden wir am 26. Jänner 2022 zur ersten Veranstaltung der Lesebühne „Die Revolutionskonjunktivist*innen“ – mit Wort- und Textbeiträgen über metallene und menschliche Automaten von Pan Papillon (Autor), Barbara Eder (Autorin), Margot Hruby (Schauspielerin), Halime Yüksel (Leserin) und Ferry und Amalia Ebert (Automatenpionier:innen).