„Boden frei!“ – Die Kolonist:innen der Lobau (1927)
Stadtwanderung mit Dr. Barbara Eder
Sonntag, 27. September 2026, 10:30 Uhr
Treffpunkt: vor der U2-Station Donaustadtbrücke
Weiterfahrt: mit dem Bus 92B bis zur Haltestelle „Raffineriestraße, Ostbahnbrücke“
Die Kolonie zwischen Steinspornweg und Kleinem Biberhaufen im Donaustädter Teil der Lobau entstand 1927 als Versuch, Arbeitslosigkeit und materielle Not durch gemeinschaftliche Landarbeit und Selbstversorgung zu überwinden. Der Spaziergang folgt den Spuren dieses heute weitgehend vergessenen Binnenkolonisierungsprojekts.
Von der Stadlauer Ostbahnbrücke führt der Spaziergang über den Naufahrtweg zur Kleinen Stadt Farm, wo eine Einkehrmöglichkeit im Café Schillwasser besteht. Von dort geht es weiter in jenes Gebiet, in dem sich die Siedler des Vereins „Kolonien in der Heimat“ niederließen. Im Hühner- und Schweinestall des Gasthofes Kirischitz hatten sie anfangs ihre Nachtlager.
Über den Biberhaufenweg erreichen wir anschließend die Autonome Wagenburg Lobau (AKW) in der Primavesigasse 5–7. Damit führt die Route von der historischen Kolonistenbewegung zu einer gegenwärtigen Form selbstverwalteten Wohnens – und hinein in aktuell umkämpfte Auseinandersetzungen um die Nutzung städtischen Bodens.
Der Rückweg führt über den Biberhaufenweg am Roten Hiasl vorbei und zurück zur Raffineriestraße.
Rückfahrt: mit der Linie 92B ab „Raffineriestraße, Biberhaufenweg“ zur U2-Station Donaustadtbrücke.
Wegstrecke:
Raffineriestraße/Ostbahnbrücke → Naufahrtweg/Kleine Stadt Farm → Steinspornweg → AKW Primavesigasse → Roter Hiasl → Raffineriestraße/Biberhaufenweg
Diese Stadtwanderung ist Teil 1 der Spaziergangs-Reihe „Grund geben“. Teil 2 folgt dem Exodus der Warden (1928), Teil 3 den wilden Besetzern in der Oberau (1926).
Länge: ca. 5–6 km
Reine Gehzeit: ca. 1½ Stunden
Gesamtdauer: ca. 3 Stunden (mit historischen Stationen und Zwischenrast)
Leitung: Dr. Barbara Eder
Anmeldung & Information:
fuchs@kinoki.at
